Mittwoch, 25. April 2018

Erste Male - Lachen und Silben

Heute hat der Morgenstern zum ersten Mal in seinem Leben richtig laut gelacht. Er hat zuvor eine ganze Weile richtig laut sein Spielzeug angeschimpft. Ich nahm ihn dann irgendwann hoch und er machte ein großes Bäuerchen. Auf mein erstauntes Geräusch hin kicherte er kurz in den Spiegel hinter mir und lachte dann plötzlich glucksend los.

Außerdem lag er heute so auf seiner Decke herum, brabbelte vor sich hin und sagte dabei plötzlich "Omama" - zum ersten Mal mehrere Silben nacheinander. 😍

Mittwoch, 18. April 2018

Von der Ruhe beim zweiten

Ja, der Morgenstern ist insgesamt ein total entspanntes Baby. Er schläft gut (meistens) und brüllt nur, wenn ihm gerade was fehlt. Sobald Hunger, Windel, warm/kalt, quersteckendes Püpschen und Stresspegel geklärt sind, ist er ruhig und schaut sich um oder schläft.

Aber nicht nur deshalb finde ich es mit ihm um Welten entspannter, als damals die ersten Wochen und Monate mit dem kleinen Raben.

Ich hatte vor der Geburt des Raben viel zu wenig Ahnung davon, wie sich das Leben mit einem Baby wirklich ändern würde. Vor der Geburt des Morgensterns war ich auf alles gefasst. Kurze Nächte, vom Brüllen klingende Ohren, selbst wochenlang keine Haare waschen können weil das Baby auf mir wohnt, Stillen im gefühlten Minutentakt - alles kein Schock mehr. Und dennoch ist es nicht nur diese Vorbereitung, die mich so entspannt.

Es ist auch die Erfahrung, dass nicht alles immer perfekt sein muss. Fünfe gerade sein lassen mit dem Baby musste ich beim Rabe erst mal für mich selbst lernen. Heute finde ich es vollkommen normal, dass ich mein Baby vollkrümele. Ich habe ihm schon Marmelade, Ketchup und Remoulade von den Fingern und Klamotten gewischt, weil er beim Essen auf meinem Schoß lag. So what? Beim Tragen verschätzt und das Beinchen etwas zwischen mir und dem Tisch geklemmt? Na, so lange es ihn nicht stört und er weiter schläft kann es ja so schlimm nicht gewesen sein. Kind hustet oder niest? Naja, hoffentlich wird er nicht krank, aber ein Nieser ist keine Grippe. Die unabsichtliche Kopfnuss sah fies aus? Och, erstens sind die Kleinen härter im Nehmen, als sie aussehen und zweitens hat er sich nicht weiter beschwert.

Beim Raben hatte ich viel mehr Angst, das Baby "kaputt" zu machen. Ich traute mich kaum, sein Köpfchen zu streicheln, weil die Fontanelle ja doch so eine Art self destruct button ist. Jedes Mal, wenn er beim Anziehen zu weinen begann, schaute ich erstmal panisch nach, ob ich ihm vielleicht einen Finger gebrochen haben könnte. Ernsthaft. Und wenn er anfing zu weinen, ließen wir umgehend alles andere fallen und schuckelten das Baby. Sofort. Jedes Mal.

Mit dem Morgenstern bin ich bei all diesen Dingen viel weniger aufgeregt und nervös. Ich weiß inzwischen, dass die Kleinen viel robuster sind, als sie aussehen. Und wenn ich zum Beispiel gerade Zähne putze, dann putze ich erstmal meine Zähne. Auch, wenn das Baby jetzt gerade genau dann dringend auf den Arm will und sich von meinem Streicheln und Summen nicht beruhigen lässt. Wenn er mal zwei Minuten brüllt, geht davon die Welt nicht unter. Natürlich würde ich ihn niemals unnötig weinen lassen oder dabei ignorieren. Aber ich behandle sein Weinen nicht so, als sei es ein Feuer, das umgehend und ohne Verzögerung mit allen Mitteln gelöscht werden muss.

Und ich weiß nicht, ob es an ihm liegt oder an uns oder an den gesamten Umständen. Aber das klappt alles ziemlich gut.

Also sollten weitere Kinder jeweils um ein ähnliches Maß entspannter werden, dann läuft so ein Baby spätestens ab Nummer 6 unter Wellness für die Eltern... ;)

Donnerstag, 12. April 2018

12 von 12 April 2018

12 Bilder vom 12. des Monats  Das ist 12 von 12  Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Der Morgen beginnt recht früh mit dem Esel 

Geschwisterplüsch

Die Klamotten des Morgensterns passen perfekt zum Tuch 

Hab mein Wagen vollgeladen... 🎶 

Im Zoo hat der Frühling Einzug gehalten 

Buddeln

Kleine Stärkung zwischendurch

Der Frühling ist da 

Der Rabe ist ganz vernarrt in die Plüschkatze. Noch abends im Bett erzählte er davon, dass er hier nicht weg wollte. 

Zu Hause nach dem Essen und wickeln und pumpen nochmal stillen 

Mit Baby im Tuch wieder auf den Spielplatz 

Ausklang des Tages 
  

Dienstag, 10. April 2018

3 Monate Morgenstern


Mein liebster kleiner Morgenstern! Ein ganzes Vierteljahr bist du nun schon alt. Und du bist ein richtiger kleiner Sonnenschein. Du strahlt uns alle immerzu an. Außer, dir ist etwas unangenehm oder du bist übermüdet. Ansonsten lächelst du, beobachtest ganz aufgeweckt und fasziniert deine Umwelt, übst neue Fähigkeiten oder steckst dir deine Hände in den Mund. Du bist ein richtiges Bilderbuchbaby und wir sind alle total vernarrt in dich.


 
Abenteuer
 
Du machst weiterhin alles problemlos mit. Inzwischen öfter mal auch wach. Am spannendsten für mich war wohl, mit dir und deinem Bruder alleine mit dem Zug zu Oma und Opa zu fahren.
 
Essen
 
Muttermilch
 
Fortbewegung
 
Du rollst vom Bauch auf den Rücken. Und auf dem Bauch strampelst du wie wild, sodass du dich zum Beispiel auf meinem Bauch liegend gerne auch mal direkt unter mein Kinn schiebst. Aber so richtig planvoll und koordiniert ist das nicht.
 
Geschwisterplüschstatus
 
Deinen Bruder und dich kann nichts trennen! Als er dir diese Woche aus Versehen abends einen Spielzeugzug an den Kopf gehauen hatte, konnte er deswegen kaum einschlafen. Es tat ihm so leid, dass er dir wehgetan hatte und du wegen ihm weinen musstest. Erst, als du ihn dann am nächsten Morgen glücklich angelächelt hast, war er beruhigt.
 
Gesundheit
 
Du hast immer mal den einen oder anderen Popel in der Nase, aber insgesamt bist du top fit. Heute hast du deine ersten Impfungen bekommen und das hat dich ganz schön mitgenommen.
 
Maße

 
5850 gr
63 gr
 
Motorik
 
Du kannst jetzt ziemlich gezielt nach Dingen greifen, sie festhalten und sie dir in den Mund stecken, um sie anzusabbern.
 
Schlaf
 
Ich bin absolut begeistert von deinem Schlafverhalten. Ok, tagsüber wäre es echt ein Traum, wenn du länger als 30 Minuten schlafen könntest, ohne dabei im Tuch herumgetragen zu werden. Aber das ist halb so schlimm. Dafür geht deine erste Schlafphase nachts ab ca. 21:00 Uhr bis 23:00-0:00 Uhr. Jede Menge nutzbare Me-Time für mich also. Danach merke ich das aufwachen kaum. Bis 5:00-6:00 Uhr. Da wirst du wieder aktiver und wacher. Meist rumort es dann etwas für dich wohl ungemütlich in deinem Bäuchlein.
 

Sozialverhalten
 
Soziales Lächeln hast du voll drauf und strahlst alles und jeden freudig an. Außerdem erschreckst du dich unglaublich niedlich, wenn ich zum Beispiel rülpse oder mich plötzlich bewege.
 
Sprache
 
Du sagt agu, alo und awa. So in etwa.
 
Zähne
 
Dir scheinen im Unterkiefer die ersten Zähne einzuschießen. Du sabberst und willst ständig auf etwas herumbeißen.

Donnerstag, 5. April 2018

Tagebuchbloggen April 2018

Es ist mal wieder der 5. des Monats und Frau Brüllen will wie immer wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

0:02 Ich liege im Bett und stille. Dabei gehe ich "nur mal kurz" zu Twitter.

1:33 Hupsi... Jetzt aber schlafen!

5:47 Wir haben wohl zwischendrin schon gestillt, aber jetzt wird der Morgenstern richtig unruhig und weckt sogar beinahe den Raben auf. Schlaftrunken lasse ich ihn ein Bäuerchen machen und versuche, ob er auf meinem Bauch liegen will. Will er nicht. Schläft aber nach einem schönen Pups dann doch wieder neben mir ein.

7:05 Der Morgenstern rödelt wieder herum und der Rabe winselt "Nein! Nein!" vor sich hin. Ich lege mir das Baby auf den Bauch und streichle dem Großen vorsichtig durch die Haare. Und siehe da: Alle schlafen wieder ein.

8:47 Ich lege den Morgenstern vorsichtig wieder zum stillen neben mich. Ich bin jetzt jedoch wach und versuche nicht mehr, zu schlafen.

9:02 Der Rabe wacht auf und sagt "Der Papa soll kommen und dir ein Mentos bringen. Und der Mama einen Kaffee." Kluges Kind!

Der Morgenstern ist auch wach und strahlt mich freudig an.

Das Haselchen kommt mit Mentos und Kaffee und wir kuscheln und reden alle miteinander.

9:46 Aufstehen. Während das Haselchen den Frühstückstisch deckt, mache ich erst den Morgenstern und dann den Raben fertig für den Tag.

10:15 Frühstück. Ganz gemütlich mit Toast, Brot und dem halben Kühlschrank als Belag.

11:23 Wir sind fertig mit frühstücken und das Haselchen räumt den Tisch wieder ab.

11:45 Ich pumpe Milch ab. Da ich über Ostern nicht gepumpt habe, sind es nur 170 ml.

12:11 Ich gehe ins Bad. Das Haselchen geht einkaufen. Der Morgenstern liegt zufrieden auf seiner Krabbeldecke. Der Rabe sagt nur noch "wäh wäh" und möchte ein kleines Baby sein. Daher trage ich ihn auf dem Arm ins Bad, lasse ihn in der Kinderwagenwanne liegen, während ich mich fertig mache und nehme ihn auf den Arm, als ich mir das Gesicht eincreme und mir Socken aus dem Schlafzimmer hole. Dann lege ich ihn auf die Krabbeldecke und wickle mir das Baby ins Tragetuch. Wir ziehen Schuhe und Jacke an. Der Morgenstern schreit dabei erstmal unzufrieden, bis er im Tuch eingeschlafen ist.

13:00 Wir gehen raus und treffen das Haselchen mit den Einkäufen im Treppenhaus. Kaum sind wir richtig draußen, beginnt es zu regnen.

13:15 Wir sind wieder drinnen.

13:23 Das Haselchen bereitet Salat vor und ich gehe auf den Stepper, während der Rabe zufrieden im Kinderzimmer spielt.

13:41 Ich gehe vom Stepper runter. Ich bin echt nichts mehr gewohnt...

13:55 Ich bequatsche das Kind, doch endlich zum Essen zu kommen. Klappt nur so mittel. Er "telefoniert" nämlich gerade mit Hilfe eines Ohrstöpsels mit der Feuerwehr. Während ich also schon meine Reste von gestern esse, trägt das Haselchen den Raben auf Händen herein. Dem gefällt's.

Während dem Essen muss auch ich immer wieder "telefonieren".

14:50 Der Rabe ist satt und die Mittagstischgesellschaft löst sich auf. Da der Morgenstern noch immer im Tuch schläft, helfe ich dem Haselchen noch dabei, den Tisch abzuräumen.

Anschließend spiele ich mit dem Raben fangen im Flur. Mit dem kalten Kaffee vom Morgen in der Hand.

15:48 Der Morgenstern wird wach. Ich binde ihn aus dem Tuch. Wir stillen und es übt greifen, während er seinen Bruder freudig anstrahlt. Dann pumpe ich nochmal knapp 100ml Milch ab.

16:58 Ich wickle den inzwischen etwas unzufriedenen Morgenstern und stille ihn nochmal.

Dann kommt er erneut ins Tragetuch, während das Haselchen dem Raben Jacke und Schuhe anzieht. Mein liebster Gatte hat mich nämlich beschwatzt, unbedingt wenigstens nochmal eine halbe Stunde raus zu gehen.

17:22 Wir sind wieder draußen. Es ist zwar recht frisch, aber der Frühling liegt unverkennbar in der Luft.

18:11 Wir sind zurück zu Hause. Der Morgenstern ist wach und ich stille ihn erstmal, während das Haselchen den Tisch fürs Abendessen deckt.

18:30 Wir essen. Tortilla de patatas. Dazu gibt es Salat.

Der Morgenstern auf meinem Schoß ist erst sehr glücklich und strahlt, stillt zwischendurch, greift nach allem, was er greifen kann und wird dann irgendwann unzufrieden und weinerlich, sodass wir ihn letztendlich abwechselnd herumtragen müssen.

19:45 Wir sind mit Essen fertig. Der Rabe ist bereits längst im Kinderzimmer.

Ich mache beide Kinder nacheinander bettfertig, während das Haselchen den Tisch abräumt, die Milchpumpe spült und sterilisiert und die Küche aufräumt.

Dann sagt er den Kleinen gute Nacht und ich übernehme die Einschlafbegleitung.

20:47 Die Kinder schlafen. Ich liege noch ein wenig dabei. Auch weil ich weiß, dass der Morgenstern bald nochmal aufwacht. Tut er dann auch wie immer und ich stille ihn zurück in den Schlaf.

21:31 Ich schleiche aus dem Schlafzimmer. Im Bad mache ich erstmal eine Gesichtsmaske. Dann schauen das Haselchen und ich zusammen Thor: Ragnarok zu Ende.

Zwischendurch wird der Morgenstern nochmal wach und ich beruhige ihn.

22:55 Wir putzen Zähne und gehen ins Bett.

Montag, 26. März 2018

Brief an meine Hebamme

Den folgenden Brief habe ich auch so (halt mit vollen Namen) als kleinen Dank an meine Hebamme gegeben:

Liebe A.,
Liebe L.,
Liebe I.,
Liebes gesamtes Team des Geburtshauses,

Danke! Ich will dir, ich will euch, einfach einmal aus tiefstem Herzen danke sagen.

(damit der Text nicht komplett unleserlich wird, bleibe ich jetzt mal beim Singular)

Ich danke dir für deine Begleitung während der Schwangerschaft. Ich danke dir dafür, während der Geburt an meiner Seite gewesen zu sein. Und ich danke dir für deine Hilfe im Wochenbett.

Letztendlich waren die Geburt und das Wochenbett mit dem Morgenstern so komplikationslos, dass ich zwischendurch tatsächlich ein schlechtes Gewissen hatte. Schließlich weiß ich, dass bei Weitem nicht jede Schwangere eine Hebamme findet und nicht jede, die sich das wünscht, im Geburtshaus gebären kann. Ich hatte ein schlechtes Gewissen dafür, vielleicht einer Mutter, die deine Begleitung und Hilfe dringender gebraucht hätte, die unter der Geburt oder im Wochenbett mehr Betreuung gebraucht hätte, den Platz weggenommen zu haben.

Aber dann wurde mir bewusst: Ohne dich wäre das alles überhaupt nicht so einfach und problemlos gewesen!

Dank dem Wissen, dass du an meiner Seite sein würdest, hatte ich keine Angst vor der Geburt. In den Wochen zuvor freute ich mich richtig darauf und war so zuversichtlich und entspannt, wie ich es sonst kaum jemals bin. Obwohl ich meine erste Geburt definitiv nicht als etwas Positives in Erinnerung habe.

Aber dank dir wusste ich einfach, dass es diesmal ganz anders sein würde.

Dank dir fühlte ich mich unter der Geburt so unglaublich geborgen. Ich fühlte mich so respektiert, selbstbestimmt, geschützt und sicher, dass ich mich wirklich fallen lassen konnte. Weil ich wusste, dass du von mir nichts "erwartest", dass ich dieses Gebären nicht nach einem Schema F machen müsste, das bei Abweichungen von der Regel zu "Korrekturen" führen würde. Weil ich mich vor dir für nichts zu schämen brauchte. Weil ich dir fachlich komplett vertraute, dass du rechtzeitig eingreifen würdest, falls das wirklich nötig werden würde. Deshalb konnte ich wirklich einfach loslassen. Und, so glaube ich, genau deshalb war die Geburt des Morgensterns letztendlich auch so problemlos.

Vielleicht erinnerst du dich noch, dass ich zwischen zwei Presswehen einmal sagte (oder rief), dass ich Angst habe. In dem Moment konnte ich das dann aufgrund der nächsten Wehen nicht mehr so richtig artikulieren. Aber in diesem Moment flammte zum ersten und einzigen Mal für einen kurzen Moment die Angst auf, die ich ohne dich wohl wochenlang mit mir herumgetragen hätte: Die Angst vor dem Schmerz und die noch viel größere Angst, dass ich es wieder "nicht schaffen" würde, dass meine Kräfte nicht ausreichen würden, um mein Kind selbst auf die Welt zu bringen.

Aber anstatt dass diese Angst mich lähmte und behinderte, konnte ich sie ganz einfach wieder loslassen. Weil du ganz offensichtlich daran glaubtest, dass ich es schaffe. Und weil ich in deine Fachkompetenz vertraute.

Und so wurde dank dir die Geburt des Morgensterns für mich zu einem so durch und durch positiven Erlebnis, dass ich es in alle Welt hinausschreien könnte.

Dank dir habe ich erfahren, wie es ist, selbst zu gebären anstatt entbunden zu werden. Mit dir an meiner Seite konnte ich Wunden heilen, die die Geburt des kleinen Raben bei mir hinterlassen hatte. Und wir alle konnten mit einer inneren Ruhe und voller positiver Energie in unser neues Leben als nun vierköpfige Familie starten.

Und auch im Wochenbett zog sich diese tiefe Entspannung weiter durch unseren Weg als Familie. Ich glaube nicht, dass wir so unaufgeregt und problemlos durch die ersten Wochen gekommen wären, wenn wir nicht die Sicherheit gehabt hätten, dass du weithin für uns da bist. Hättest du dir nicht den gelblichen Morgenstern so oft angeschaut, wäre ich wohl angespannt bis panisch geworden. Und wie hilfreich alleine das schon für den Stillanfang, das Ankommen mit Neugeborenem und mein eigenes Befinden gewesen wäre, kann man sich ja ausmalen...

Ich bin dir für all dies unglaublich dankbar!

Ohne dich hätte ich, hätten wir als Familie, das alles so nicht geschafft und erlebt.

Danke!

Montag, 12. März 2018

12 von 12 - März 2018

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Zum frühen Morgen leuchtet uns das Nachtlicht 

Der Rabe will aufstehen und witzelt mit Socken an den Händen herum

Das Haselchen hat mir einen Kaffee an den Wickeltisch gebracht. Heute nicht ins Bett  weil Kackexplosion ... 

Das Spidermanauto hat Flederräder 

Milchreis mit Rosinen  Zimt  Sahne und Apfelmus zum Frühstück 

Der Kater schaut spazieren 

Die Milchpumpe in Aktion 

Der Rabe hat Panik vor einer Fliege bekommen und versteck sich. So schläft er dann auch plötzlich ein  

Ich gehe mit dem Morgenstern im Tuch durch den Regen 

Und das alles nur  um einen Brief einzuwerfen. Die letzten fehlenden Unterlagen für den Elterngeldantrag. 

Die Brüder fangen an  miteinander zu spielen  

Rheinischen Sauerbraten zum Abendessen 

Samstag, 10. März 2018

2 Monate Morgenstern

Mein wunderschönes, perfektes, kleines Baby! Heute bist du schon zwei Monate so richtig Teil unserer Familie. Aber eigentlich fühlt es sich nicht so an, als wärst du erst so kurz bei uns. Viel mehr fühle ich mich, als hättest du einfach schon immer dazu gehört...




 
Abenteuer
 
Du kommst einfach überall mit hin und machst das einfach so mit. Heute warst du bei deinem ersten Konzert und hast während Corvus Corax mit Mikey Mäusen auf den Ohren im Tuch gestillt und danach weiter geschlafen.
 
Essen
 
Muttermilch.
 
Fortbewegung
 
Du rollst ziemlich konstant vom Bauch auf den Rücken, wenn du willst. Du möchtest dich gerne auch vorwärts bewegen, aber das klappt noch nicht.
 
Geschwisterplüschstatus
 
Dein Bruder und du, ihr seid ein Herz und eine Seele. Er hält gerne deine Hand und streichelt dich, sagt "ssssss" wenn du weinst und hält dich manchmal auf dem Schoß. Du schaust ihn gerne an. Und lächelst ihn gerne an.
 
Gesundheit
 
Du bist fit wie ein Turnschuh.
 
Maße
 
Bei der U3: 4960 gr und 57,2 cm. Du bist aus 50/56 rausgewachsen und trägst jetzt 62/68.
 
Motorik
 
Du scheinst verstanden zu haben, dass du deine Arme selbst kontrollieren kannst. Als du unter dem Spielbogen die Glocke angehauen hast, wurdest du richtig aufgeregt und hast es danach immer wieder (mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg) probiert. Das mit dem Greifen klappt noch nicht so gut, aber die grundsätzliche Möglichkeit ist dir anscheinend bewusst.
 
Schlaf
 
Du schläfst nachts erstaunlich gut. Neulich einmal satte 4 Stunden am Stück! Wenn du aufwachst, willst du immer öfter einfach nur kurz an die Brust und schläfst dann gleich weiter. Immer seltener grunzt du danach noch wie ein Zombie oder ähnliches. Sogar rausschleichen kann ich mich schon mal.
 
Tagsüber fällt es dir dafür langsam immer schwerer, einfach so einzuschlafen. Im Tragetuch ist es kein Problem, aber sonst wachst du immer wieder binnen weniger Minuten auf. Auf dem Bauch klappt auch mal eine halbe Stunde.
 
Sozialverhalten
 
Du reagierst auf Ansprache. Manchmal liegst du entspannt herum und wenn man sich dir dann zuwendet und dich ansieht und anspricht, lächelst du über beide Ohren und freust dich sichtlich.
 
Sprache
 
Du kannst ganz toll AGU sagen. Außerdem a, gu und ma. ;)

Montag, 5. März 2018

Tagebuchbloggen März 2018

Es ist wieder der 5. des Monats und Frau Brüllen will wieder wissen: Was machst du denn eigentlich den ganzen Tag?

03:irgendwas Stillen.

05:00 Stillen. Da der Morgenstern danach nicht richtig zur Ruhe kommt, lege ich ihn mir auf den Bauch und wir schlafen friedlich ein.

05:33 Ich bemerke, dass ich die Taschenlampe am Handy nicht ausgemacht habe. Aber ich komme nicht richtig dran und dann bin ich auch schon wieder eingeschlafen.

06:58 Ich nehme den Morgenstern zum Stillen wieder neben mich. Er grunzt danach weiter wie ein Mini-Zombie.

07:29 Gerade, als der Morgenstern ganz ruhig geworden ist, wacht der kleine Rabe auf. Ich schreibe dem Haselchen, der mit Kaffee für mich und Mentos für den Raben zu uns kommt.

08:00 Rabe und Haselchen stehen auf. Ich bleibe noch einen Moment im Bett sitzen.

08:17 Ich stehe auf. Ich mache erstmal den Morgenstern fertig. Ich habe bereits angefangen, ihm separate Schlafanzüge anzuziehen, statt seine Klamotten nur zu wechseln, wenn sie schmutzig geworden sind.

09:00 Frühstück. Dabei schaut der kleine Rabe Videos über Straßenbahn entgegen, weil er mir nicht glauben wollte, dass die immer auch Sand dabei haben.

Nach dem Essen bleibe ich noch eine ganze Weile sitzen. Der Morgenstern schläft gerade so schön auf meinem Schoß, ich habe eine zweite Tasse Kaffee und spiele auf dem Handy.

10:54 Ich bin ins Kinderzimmer gekommen. Dort muss ich Laster zusammenbauen und "auf de Schwäbche Eisebahne" singen.

Der Morgenstern stillt und schläft dann auf der Krabbeldecke ein.

Ich gehe ins Bad und mache mich fertig. Vorher muss ich aber noch den Raben als Maus schminken. Anschließend wickle ich den Morgenstern, während das Haselchen sich auf den Weg zum Einkaufen macht.

12:22 Malzbier und Abpumpen im Schneidersitz auf der Krabbeldecke. Der Morgenstern döst auf dem Bauch liegend vor mir.

13:00 Das Haselchen ist zurück und ich bin mit dem Pumpen fertig. Ich schreibe auf, was ich bis jetzt gemacht habe und nehme das gerade aufgewachte Baby auf den Schoß.

14:10 Dem Haselchen ist schwindelig. Während er die Füße hochlegt überzeuge ich den Raben, mit mir ins Esszimmer zu kommen und füttere ihn, während ich selbst esse und den Morgenstern auf meinem Schoß stille.

15:16 Wir sind fertig mit Essen und es wird aus Antriebslosigkeit ein Kaffebeschluss gefasst. Allerdings ziehe ich erstmal das Baby komplett um. Mal wieder. Das Haselchen bringt mir einen Kaffee an den Wickeltisch, den ich dann auch gleich trinke.

Nach dem Umziehen hat der Morgenstern erstmal Kohldampf und ich stille ihn. Dann muss der Rabe aufs Töpfchen. Währenddessen wickele ich mir den wachen und zufriedenen Morgenstern ins Tuch. Das Haselchen geht nochmal kurz zum Konsum, um eine Flasche Sekt für morgen zu kaufen.

16:16 Mit Baby im Tuch und Kind an der Hand trete ich vor die Haustür. Der Morgenstern ist noch immer wach, aber zufrieden. Nach den ersten Schritten schließt er langsam die Augen. Wir gehen zum Platz vor der Kirche. Heute sind dort jede Menge Kinder, die offenbar alle gerade von der Kita abgeholt wurden. Der Rabe will erst zu den Kindern, bleibt aber dann doch an einem Spielzeug hängen, das an einem der Kinderwagen baumelt. Er drückt immer wieder auf die Knöpfe, die nervige Geräusche erzeugen. Ich bin dezent überfordert damit, auf einmal mit so vielen Eltern kommunizieren zu müssen. Ich kann das nämlich wirklich absolut nicht. Ich kenne die sozialen Spielregeln für eine solche Situation nicht und möchte daher eigentlich am liebsten hinter den nächsten Busch hüpfen und so tun, als habe ich mit alledem nichts zu tun...

Irgendwann gehen nach und nach alle Kinder mit Eltern nach Hause. Wir gehen noch einmal um den Block.

17:00 Wir gehen nach Hause. Dort angekommen "beichtet" das Haselchen mir, dass das Abendessen nicht um 18:00 Uhr fertig sein wird. Ich hatte allerdings dem Raben sowieso Malzkaffee und Waffel versprochen. Die genießen wir dann zusammen.

Anschließend wickele ich den Morgenstern aus dem Tuch, stille ihn und pumpe auf der jeweils anderen Seite Milch ab.

Heute gibt es dabei eine Premiere: Zum ersten Mal lohnt es sich, für einen Tag gleich zwei Flaschen einzufrieren. Denn insgesamt sind es heute fast 300 ml.

18:55 Ich setze mich zum Abendessen, nachdem ich noch schnell den Morgenstern gewickelt habe.

20:00 Ich verliere ein bisschen den Verstand. Das Abendessen war ohnehin ganz schön anstrengend. Seit dem ich ihn aus dem Tragetuch geholt habe, hat der Morgenstern schlechte Laune und wechselt zwischen Meckern und Weinen. Der Rabe war total übermüdet und turnte wild auf der Bank herum. Nachdem der Tisch fast abgeräumt war, bot das Haselchen ihm ein letztes Stück Käse an. Er nahm es nicht, also aß das Haselchen es auf. Darauf hin begann der Rabe bitterlichst zu weinen. Ich sitze also zwischen zwei heulenden Kindern und einem Mann, der genervt darauf bestehen wollte, dass der Große nichts habe und grundlos heulen würde.

Ich finde dann aber doch des Rätsels Lösung: Der Rabe hatte noch ein Stück Fleisch im Mund gehabt, das er nicht kauen konnte. Damit im Mund hatte er natürlich den Käse nicht essen können. Er spuckt dann das Fleisch aus und lässt sich zum Glück mit einem neuen, großen Stück Käse beruhigen.

Meine Nerven sind jetzt auch erstmal durch und während das Haselchen aufräumt und den (inzwischen wieder top gelaunten) Raben bettfertig macht, sitze ich erstmal eine Weile ausgelaugt im Bad auf dem Fußboden und halte den Morgenstern auf dem Schoß.

21:05 Endlich rappele ich mich auf und putze Zähne. Das Haselchen bringt schonmal den Raben ins Bett. Ich wickele den Morgenstern, der dabei wieder wie gebannt auf seine Spieluhr starrt und mit ihr "plaudert". Der Rabe ist binnen Minuten eingeschlafen. Ich lege mich mit dem Morgenstern dazu und schreibe beim stillen den restlichen Tag auf.

Freitag, 23. Februar 2018

Die Mär von der schlechten chinesischen Qualität

Es gibt so Klischees, die regen mich mehr auf, als andere. Dazu zählt eindeutig die Vorstellung, dass einfach alles, was aus China kommt, qualitativ minderwertig und kopiert ist. Dazu möchte ich mal ein paar Zeilen verlieren.

Ja, es gibt viele Plagiate und viel Schrott "made in China". Aber dass es von dort nichts anderes gibt, stimmt einfach nicht mehr.

Vor 10 bis 15 Jahren mag dem so gewesen sein. Aber wenn Chinesen eines gut können, dann ist es Geld verdienen. Und dass sich mit billigen Kopien auf Dauer nicht so viel Geld verdienen lassen wird, haben viele dann doch kapiert.

Aus China kommen viele verdammt gute High-Tech Geräte. Ich denke dabei zum Beispiel an Handys. Aber nicht nur die, die in den USA entworfen und dann in China produziert werden, sondern auch die, die in China selbst entwickelt wurden. Auch moderne Solaranlagen, LEDs und ähnliches gibt es in höchster Qualität "made in China". Gleiches gilt für Kleidung. Punkrave zum Beispiel wird von Chinesen in China entworfen und hergestellt - und macht gute Gothic-Mode. Wir haben aus China auch richtig gute Schuhe und Klamotten mitgebracht (zum Beispiel Stiefel und eine Lederjacke). Und die chinesischen Bullettrains zum Beispiel sind absolut top notch.

Der Haken an der ganzen Sache ist jedoch: Die Qualität gibt es nicht für nen Appel und n Ei. Gute Fachkräfte arbeiten auch in China schon lange nicht mehr für eine Schale Reis am Tag. Wer deshalb innovative und / oder qualitativ hochwertige Produkte aus China haben will, muss etwas mehr bezahlen. Meist zwar noch immer weniger, als in Europa, aber nicht mehr so deutlich viel weniger.

Das wollen nun nicht alle. Und auch das wissen die Chinesen.

Das Haselchen stand einmal für einen Klienten in Kontakt mit einer Schuhfabrik und verhandelte über einen Container voller Herrenschuhe. Und die Firma bot nun für die gleichen Modelle drei unterschiedliche Preise an:

Super billig für die Qualität, die einem nach einer Tragesaison zerbröselt

Mittel für eine okaye Qualität

Teuer (zumindest relativ) für die Spitzenqualität, bei der man dann auch "made in Italy" draufschreiben könnte, ohne dass die Kunden den Unterschied merken würden

Und genau das ist der Grund, weshalb es hier halt noch immer so oft Ramsch aus China zu kaufen gibt: Weil da jemand im Einkauf die Variante "super billig" ausgesucht hat.

Und auch aus China bekommt man einfach das, wofür man zahlt.

Das bedeutet nicht, dass Chinesen nur schlechte Qualität liefern können. Es bedeutet nur, dass sie einem die Wahl lassen, ob einem der Preis oder die Wertigkeit einer Sache wichtiger sind.

Wenn ihr also das nächste Mal irgendwo "Made in China" lest und reflexartig denkt "Naja, das kann ja nix gutes sein...", dann überlegt es euch vielleicht doch zweimal.