Donnerstag, 12. Oktober 2017

12 von 12 Oktober 2017

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Unser neuer Spiegelschrank hat auf beiden Seiten der Türen Spiegel. So kann man sich selbst von hinten sehen. Auch sehr früh morgens und sehr müde. 

Während ich noch warten muss, bekommt der Kater sein Frühstück. 

Auf dem Weg zur Arbeit ist es noch ganz schön dunkel. Aber auch ganz schön schön. 

Endlich Frühstück! 

Heute ist Pastatag im Büro. 

Ich nutze die Mittagspause für einen watschelnden Spaziergang in schönstem Wetter. 

Auch zum Feierabend strahlt der blaue Himmel. 

Zu Hause begrüßt mich der Engel, den unsere Freundin gemalt hat. 

Der Hefeteig geht und ich räume ausnahmsweise mal die Spülmaschine aus. 

Der kleine Rabe will gar nicht mehr damit aufhören, von den rohen Streuseln zu naschen. 

Der Apfelkuchen ist fertig. Und lecker! 

Da er fast bis 10 Uhr geschlafen und deshalb keinen Mittagsschlaf gemacht hat, ist der kleine Rabe komplett durch. Also darf er ausnahmsweise auch beim Essen einen Cartoon schauen. 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Tagebuchbloggen Oktober 2017

Es ist der 5. des Monats und Frau Brüllen möchte wieder einmal wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

6:45 Mein Handy vibriert. Noch bevor der Wecker irgend ein Geräusch machen kann, schalte ich ihn aus. Draußen werden gerade die Mülltonnen geleert und ich überlege, dass das wirklich arsch früh ist. Es scheint zu regnen, aber noch mag ich nicht sofort unter meiner warmen Bettdecke raus kommen.

6:57 Ich stehe auf und schaue vorsichtig aus dem Fenster. Wie Twitter mich schon hatte erahnen lassen regnet es junge Hunde. Mäh. Ich suche mir ein Kleid, Leggins und einen Pullover aus dem Schrank, mache das Babyphone an und gehe ins Bad. Mit ständigem Blick auf die Zeit gehe ich duschen (natürlich ohne Haarewaschen, das dauert ne ganze Weile länger bei mir), öle mich mit FreiÖl ein, mache meine Zupfmassage, creme mir das Gesicht ein, mache mir die Haare, ziehe mich an und schminke mich sogar noch. Die ganze Zeit über lächle ich über die Szene aus dem Kommunikationstraining von Gestern:

Der Kollege, der im Firmenchat eine genervte Kollegin mit „Da hat wohl jemand seine Tage“ kommentierte und auf die Reaktionen mit „humorloses Pack!“ reagierte behauptete, er überlege sich immer sehr genau, was er wie sage. Ein anderer Kollege erzählte dann kurz darauf, eine tolle Übung, seine Kommunikation zu verbessern, sei für ihn, vor dem Reden kurz zu überlegen, ob er vielleicht gerade – seine eigene Wortwahl – „sexistische Kackscheiße“ sagen wollen würde. Schließlich sei das gerade unter Männern oft so alltäglich, dass man da nicht drüber nachdenke, aber wenn man es sich bewusst mache, komme es immer seltener vor. Ich weiß nicht, ob Kollege 2 das bewusst auf Kollege 1 bezogen hat. Aber ich feiere es ziemlich.

7:32 Gerade, als ich das Patchouli wieder in die Schublade lege, klingelt der „Jetzt langsam losgehen“-Wecker. Ich bringe dem Haselchen, der inzwischen aufgewacht ist, den Monitor des Babyphone, packe mir noch eine große Tupperschüssel für den Suppentag im Büro heute ein und gehe dann los. Dank des Regens mit ausgesprochen minimaler Motivation, aber was soll man machen…

7:53 Ich bin im Büro angekommen und logge mich ein. Unterwegs musste ich feststellen, dass die Solen meiner geliebten chicen Büroschuhe nicht mehr wasserdicht sind. Scheiß Qualität… Ab sofort gibt es für mich nur noch Gummistiefel und Barfußschuhe. Bequem und trocken. Oder dann später Winterstiefel. Basta. Ich hole mich einen Kaffee und mache mir ein Müsli. Dann beginne ich mit der Arbeit.

8:30 Ich gehe zu der heutigen Session unserer Kommunikationsschulung. Nach der gestrigen Theorie stehen heute vor allem die Punkte „richtig Feedback geben“ und „Rollenspiele“ auf dem Plan. Kollege 1 von gestern geht mir noch immer auf den Keks mit seiner überheblichen Gesamthaltung.

12:08 Leider, leider ist die Schulung rum und ich muss wieder ans Telefon. Das klingelt, wie schon die ganze letzte Zeit, mal wieder ununterbrochen.

13:11 Mittagspause. Da Suppentag ist, hole ich mir erst eine Schüssel Kartoffelsuppe, dann eine Schüssel Kürbissuppe. Dann noch eine Schüssel Kartoffelsuppe.

13:41 Und wieder an die Arbeit.

14:31 Bevor der Rest abgeholt wird, packe ich mir noch Suppe für Morgen in meine Tupperschüssel. Außerdem hole ich mir noch einen Kaffee. Das Telefon wird erstaunlicherweise und erfreulicherweise so langsam, aber sicher ein wenig ruhiger und ich kann einige andere Arbeiten erledigen.

15:35 Ich werde komplett zur Mailbearbeitung abgestellt. Woohoo!

17:02 Feierabend! Ich quatsche noch rund 10 Minuten mit einer netten Kollegin und gehe dann nach Hause. Es ist extrem windig und ich bin froh darum, dass die Straßenbahn sofort kommt.

17:25 Ich komme zur Tür hinein und werde von einem Haselchen mit Müsli Packung auf dem Kopf und einem freudig kreischenden Raben empfangen. Ich setze mich erstmal aufs Sofa. Das Haselchen spielt auf dem Kinder-Keyboard und der Rabe läuft herum und spielt mit einem Auto. Wir unterhalten uns. Aus dem Müslikartonhut wird ein Helm gebastelt. Dann geht das Haselchen sich duschen. Ich packe den kleinen Raben in Regenhose, Jacke und Gummistiefel.

18:15 Der kleine Rabe und ich gehen zum nahe gelegen Pfützen-Paradies. Hier laufen wir von Pfütze zu Pfütze und platschen in selbigen mit den Füßen herum dass es nur so spritzt. Bei jeder Windböe klammert der Rabe sich zitternd an mir fest, besteht aber darauf ihm sei nicht kalt. Und er wolle nicht nach Hause gehen.

18:49 Auf den Hinweis hin, dass wir in spätestens 10 Minuten wieder nach Hause gehen werden, sagt der Rabe, dass er auch jetzt nach Hause gehen wolle. Wir machen uns also langsam auf den Weg. Mir ist das sehr recht. Mir ist kalt.

Der Rückweg dauert etwas länger, weil in bester Kleinkind-Manier alle paar Schritte ein Blatt, eine Kastanienschale oder ein Stein betrachtet und kommentiert werden müssen. Ich kommentiere jedes Mal in blödester Mutter-Manier mit "Komm weiter, bitte."

19:12 Wir sind zu Hause und der kleine Rabe trägt eine Jogginghose und warme, trockene Socken. Dann spiele ich mit ihm, während das Haselchen kocht. Wir schicken immer wieder ein Auto im Raum zwischen uns hin und her und der Rabe kommentiert jeden dritten Versuch mit "Ah, fast!".

20:07 Nach einer kurzen Diskussion um Kakao oder Nudeln (ihr dürft raten, wer für was war....) essen wir zu Abend. Es gibt gebratene Nudeln mit Gemüse.

20:54 Der kleine Rabe ist fertig und geht spielen, während das Haselchen und ich noch die letzten Nudeln naschen und wie zwei Idioten an unseren Handys sitzen.

21:23 Wir beginnen damit, den Tisch abzuräumen. In der Küche bekomme ich Heißhunger und esse noch schnell im Stehen eine Schüssel "Honey Wheat".

Dann spiele ich noch ein wenig mit dem Raben.

21:50 Der Rabe sitzt mit einem Cartoon auf dem Töpfchen und ich mache mich bettfertig.

22:20 Wir sind alle drei soweit. Wir kuscheln noch eine Runde im Schlafzimmer, bevor wir schlafen gehen.

22:49 Ich hoffe darauf, dass der Rabe jetzt bald schläft, denn ich bin müde. Wahrscheinlich werden wir wieder zusammen einschlafen. Oder ich ein bisschen vor ihm, so wie die letzten Tage.

Dienstag, 12. September 2017

12 von 12 September 2017

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Ich habe zwar noch nicht geschlafen, aber der 12. beginnt nachts um halb 1 mit Wäsche aufhängen. 

Noch vor dem Frühstück kommen die last minute Bestellungen von Amazon. 

Bananenbrot zum Frühstück 

Daran, wie ich Wäsche zusammenlege, kann man wohl erkennen, dass ich nie Hausfrau des Monats werde... 

Tortilla und "Huch, der muss noch weg"-Lachs-Brot für die Jungs zu Mittag 

Der Mann rätselte, wer das auf der Socke sei. Und der Rabe kann jetzt "Mau Tse-Dung" sagen XD

Einmal nicht aufgepasst, schon hat man Conni im Haus. Dabei wollte der Rabe einfach gelb... 

Das Gepäck für eine Woche Familienurlaub passt in einen Koffer. 

Nochmal eben die Pflanzen gießen. 

Das Handgepäck ist auch soweit. 

Wir verabschieden uns von Bella, unserer Balkontür-Spinne. 

Schnelles Abendessen und dann zum Raben. Der wachte dann nämlich auf und weinte bei Papa so lange, bis ich kam... 

Montag, 4. September 2017

Tagebuchbloggen September 2017

Es ist der 5. des Monats. Und Frau Brüllen will wissen: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

8:15 Der Wecker klingelt. Ich bin noch ziemlich verschlafen und stecke gedanklich mitten im Traum. Daher schalte ich ihn erstmal aus und widme mich wieder meinen sprechenden Flamingos.

8:18 Der kleine Rabe ist jetzt auch aufgewacht und hat offenbar nicht so schön geträumt. Auf jeden Fall fordert er "Auge sauber machen!" und "Ein Kuss geben!". Mache ich dann auch sogleich und wir kuscheln noch ein wenig.

Das Haselchen kommt ebenfalls dazu und wir zu dritt, dass wir noch Zeit haben.

9:00 Wir stehen alle zusammen auf. Der kleine Rabe möchte keinen Haferbrei und keinen Joghurt, daher schmiere ich für uns beide leckere süße Brote mit Nutella, Banane, Marmelade, Kokoscreme und Honig. Das Haselchen macht sich etwas vom gestrigen Abendessen warm. Dann frühstücken wir in Ruhe zusammen und ich baue für den kleinen Raben sein Flugzeug gefühlt 50 mal auseinander und wieder zusammen. Das Haselchen geht schnell noch zum Konsum um die Ecke.

10:33 Ich schneide dem Haselchen die Haare und mache mich dann selbst Büro chic. Dann verabschiede ich mich von meinen beiden Jungs.

11:08 Mit 5 Minuten Verspätung verlasse ich das Haus. Und verpasse natürlich auch prompt eine Straßenbahn. Zum Glück ist es unter der Woche und die nächste kommt in 3 Minuten. Bei dem schönen Wetter könnte ich eigentlich auch ganz problemlos laufen, aber dann müsste ich mich sehr beeilen - und ich komme derzeit ja so schnell aus der Puste.

11:27 Ich logge mich pünktlich an meinem Rechner ein.

11:33 Ich starte mein Telefon und bekomme prompt den ersten Anruf. Dann arbeite ich einfach so vor mich hin. Zwischen den Emails und Anrufen gehe ich immer mal wieder die Namensliste durch. Das baby bat braucht einen Namen und den möglichst früh zu finden, ist mir wichtig. Es fühlt sich für mich wichtig an.

13:10 Ich hole mir eine heiße Schokolade und arbeite dann weiter. Man merkt deutlich, dass die Peak Season rum ist und es heute nicht Montag ist. Denn zwischen den Anrufen komme ich tatsächlich dazu, ein paar Mails zu bearbeiten.

Kaum denke ich das, klingelt das Telefon eine Weile einfach durch. Ganz toll. Naja...

Zwischendrin klingelt dann auch noch mein Handy. Zum Glück kann ich gerade ran gehen. Die Gyn-Praxis ist dran. Eisenwerte zu niedrig, Thyroxine noch nicht optimal. Naja, kann man mit leben.

Ich bekomme einen richtig komplexen Fall auf den Tisch, der auch nicht warten kann (weil Kunden vor Ort). Ich knie mich da mit Freunden rein. Je komplizierter, desto lieber mag ich es ja...

17:15 Ich gehe endlich in die Pause und genieße meine Gnocchi mit Gemüsesoße und Käse. Ich hole mir noch ein paar Pflaumen aus dem Büro-Obst-Kühlschrank und dann ist die Pause auch schon rum.

18:15 Ich mache mich wieder an die Arbeit. Zwischendurch hole ich mir eine Tasse Milchschaum und trinke eine Cola zum wach werden.

20:04 Feierabend. Jetzt noch Tasse und Pflaumenkerne wegbringen und dann gehe ich los. Ich bekomme gleich eine Straßenbahn.

20:27 Ich komme zur Tür hinein und werde von einem freudig schreienden Raben begrüßt, der mir einen rosa Ball zuwirft und fast ausflippt, als ich diesen auffange.

Das Essen ist fast fertig. Das Haselchen hat Fischfilet mit Kräuter-Käse-kruste aus dem Ofen, Dinkel und Gemüsesoße vorbereitet. Es riecht köstlich und mir knurrt der Magen, während ich mit dem kleinen Raben Bilderbücher ansehe.

20:55 Wir essen zu Abend.

21:45 Das Abendessen ist beendet. Der kleine Rabe rennt schon eine Weile wieder herum und bringt immer mal wieder etwas, das er aus meiner Handtasche geklaut hat.

Das Haselchen und ich räumen den Tisch ab. Während er die Küche aufräumt, packe ich mir Essen für morgen ein. Dann bereite ich eine Maschine Wäsche vor. Es geht echt nichts über eine Waschmaschine mit Timer! ❤

Der kleine Rabe will aufs Töpfchen. Da sitzt er dann erstmal und schaut Video.

22:20 Ich putze mir die Zähne. Das Haselchen macht derweil den Raben fertig. Zum Baden ist es heute zu spät. Aber das Kind müffelt nicht und war auch nicht im Sand heute. Also kein Problem.

22:47 Nach einer ausgiebigen Runde Kitzeln und Quatsch machen, sagt das Haselchen gute Nacht und wir löschen das Licht. Der kleine Rabe quasselt unbeeindruckt weiter.

23:17 So ganz langsam wird er ruhiger. Ich stelle nur noch dieses Beitrag fertig und werde dann hoffentlich bald schlafen dürfen. Ohne weitere Kopfnüsse...

Schwangerschaftstagebuch - 22. Woche

21+3
 
Heute habe ich mich geärgert. Ich habe Muffins gebacken, passende Servietten besorgt und auf die Muffins haribo Schnuller gelegt, um dem Team nett meine Schwangerschaft zu verkünden. Tja. Eine Kollegin wusste es irgendwie schon und fragte nur, ob Mädchen oder Junge. Eine gratulierte, eine Teamleiterin drückte mich ganz freudig. Und eine Kollegin (die übrigens keinen Muffin wollte, weil sie keinen Kuchen isst) meinte nur "Hast du nicht gerade erst hier angefangen? Na das macht ja bestimmt nen guten Eindruck...". Mir fiel erstmal das Gesicht ein bisschen runter. Weil ehrlich, sagen Menschen sowas so zueinander?! Vor allem hatte ich ja mit unserem Teamleiter schon längst gesprochen. Und der freut sich, weil er selbst Vater ist und Kinder liebt. Und was für einen 'Eindruck' soll es denn machen? Ich hätte mich auch gar nicht so sehr darüber geärgert, wenn das nicht das absolut einzige geblieben wäre, was sie zu mir gesagt hat. Wenn ihr das erstmal so rausgerutscht wäre und dann noch irgendwas gekommen wäre. Aber nein. Da kam nichts mehr. Und jetzt bin ich, obwohl eigentlich ja alles mit der Teamleitung im guten geklärt war, ein wenig verunsichert. Darüber, ob die Kollegen sich jetzt vielleicht doch das Maul über mich zerreißen. Und ich bin sauer.
 
Außerdem war ich heute bei der Gyn und habe die Grippeimpfung bekommen und mein Arm tut weh. Blöder Tag. :(
 
22+6
 
Der kleine Rabe ist krank. Wir fahren bald in Urlaub. Und mir ist aufgefallen: Bis jetzt habe ich praktisch keine Linea Nigra bekommen. Beim Raben war diese dunkle Linie in der Mitte des Bauches ganz klar und deutlich und richtig dunkel. Es dauerte auch gefühlt ewig, bis sie verblasste. Diesmal ist da bis jetzt zumindest nix zu sehen.



Dienstag, 29. August 2017

Ein Brüderchen!

Jetzt ist es also amtlich: Der kleine Rabe bekommt ein kleines Brüderchen. So eindeutig, wie der Penis auf dem Ultraschall zu erkennen war, konnte ich das auch ohne Erklärung schon sofort sehen. Nun hatten wir eigentlich alle vermutet, dass das baby bat ein Mädchen werden würde. Daher war das tatsächlich ein wenig überraschend. Also ein wenig. Und ja, irgendwie hatten wir auch auf ein Mädchen gehofft. So, wie damals beim Raben ebenfalls. Wir hätten beide auch gerne eine Tochter. Aber noch ein Sohn ist ebenfalls toll!

Name

Wir finden so viel mehr schöne Mädchennamen, als Jungsnamen. Wir haben praktisch schon zwei Mädchennamen parat. Bei Jungsnamen tun wir uns deutlich schwerer. Die sind einfach irgendwie alle nicht so schön...

Klischees im Kopf

Ja, ich gebe zu: Auch ich habe geschlechtsspezifische Klischees im Kopf. Dazu zählt unter anderem, dass ich Jungs als tendenziell wilder, wagemutiger und damit auch verletzungsanfälliger als Mädchen sehe. Selbst im Vergleich mit wilden Mädchen. Nun hat das baby bat unglaublich viel Stärke, die ich deutlich spüre. Und ich sehe uns schon jetzt das ein oder andere Mal in die Notaufnahme fahren - wozu ich eigentlich so gar keine Lust habe...

Haare

Da haben Jungs klar die Nase vorn! Einem Mädchen würde ich irgendwann nicht mehr die Haare einfach mit der Maschine kurz schneiden (so lange sie nicht danach fragt). Bei einem Jungen hingegen - buzz und fertig. Und wenn es cool werden soll, wird es ein Iro.

Klamotten

Sicher könnte ein Mädchen ebenfalls die alten Sachen des kleinen Raben auftragen. Aber ich befürchte, irgendwann würde sie es nicht mehr wollen. Weil es halt doch hauptsächlich Jungsklamotten sind. Bei einem Bruder sehe ich deutlich bessere Chancen, dass die ganzen Sachen mit Freude nochmal getragen werden.

Wickeln

Das Wickeln eines Babys mit Penis hatte mir damals große Sorgen gemacht. Weil das Kind dann ja einfach so rumpinkeln könnte. Was auch regelmäßig passiert ist. Aber letztendlich nur halb so wild war. Ein anderer Punkt beim Wickeln jedoch fiel mir erst viel später auf: Den Po abzuwischen ist ja eigentlich bei einem Mädchen viel komplizierter, als bei einem Jungen. Und das kommt gerade bei einem Baby verdammt oft vor. Also ist eigentlich beides ok. Aber mit dem rumgepiesel habe ich ja jetzt schon gut Übung.

Gesellschaft

Tja, ich sage es nicht gerade gerne. Also ich würde es gerne gar nicht erst sagen können, ohne zu lügen. Aber Jungs und Männer haben es in unserer Gesellschaft meist noch etwas einfacher, als Mädchen und Frauen. Daher ist es traurig, aber wahr: Mit einem Penis hat mein baby bat bessere Chancen darauf, in seinem Leben erfolgreich und glücklich zu werden. Und genau das ist es ja letztlich, was sich alle Eltern für ihre Kinder wünschen. Es ist traurig, dass ich auch im Jahre 2017 noch solche Gedanken haben muss, aber es ist einfach die Realität. Und ganz vielleicht können der kleine Rabe und das baby bat ihren Beitrag dazu leisten, dass meine Enkelkinder irgendwann sich solche Gedanken nicht mehr machen müssen...

Sonntag, 27. August 2017

Wann wird es anstrengend?

Es gibt eine Frage, die ich mir seit kurz nach der Geburt des kleinen Raben immer mal wieder gestellt habe: Wann wird so ein Kind eigentlich so richtig anstrengend?

Das Babyjahr sei der Horror, der aber nur von den Trotzanfällen während der terrible two getoppt würde. So heißt es hier und da. Kann ich jedoch bis jetzt so irgendwie nicht bestätigen...

Klar, die ersten Wochen bekamen wir ziemlich wenig Schlaf. Und der kleine Rabe weinte wegen seiner Bauchschmerzen öfter mal. Er stillte auch deutlich mehr, als ich erwartet hatte. Aber das war alles machbar. Schließlich waren wir beide zu Hause. Und wir waren derart überglücklich, unser Baby bei uns zu haben. Es war also nicht alles easy peasy, aber es war toll. Und mit jedem Tag wurde es ein bisschen einfacher. Wir gewöhnten uns an unsere Rollen als Eltern und die neuen Aufgaben.

Dann musste ich wieder arbeiten gehen. Das strengte mich so richtig an. Volle 8h Tage in rotierenden Schichten von jetzt auf gleich mit einem noch praktisch voll gestillten Baby zu Hause. Und ich vermisste ihn in jeder Sekunde, in jeder Minute. Aber anstrengend war hier nicht das Kind, sondern die Arbeit.

Und schwups war das "anstrengende" Babyjahr auch schon rum. Und unser Kind war niemals wirklich anstrengend.

Aus dem Baby wurde langsam, aber unaufhaltsam ein Kleinkind. Das als solches auch einen eigenen Willen und eigene Wünsche hat. Die wir nicht immer erfüllen können. Sicherlich führt das ab und zu zu ein wenig Frustration auf allen Seiten und es kann auch ein wenig stressig sein. Aber trotz seiner 2 Jahre hört der kleine Rabe bei Erklärungen zu und wenn wir ihm ein "Nein" logisch begründen können (und ohne logische Begründung sagen wir eben nicht Nein), akzeptiert er es meist dann auch. Irgendwann zumindest. Mal schneller, mal langsamer natürlich. Aber letztendlich ist es in der Kommunikation mit Erwachsenen ja auch nicht anders.* Aber so einen richtig klischeehaften Trotzanfall mit Schreien, Toben und auf den Supermarkt-Boden schmeißen hatten wir noch nie. Kann ich mir auch beim kleinen Raben echt nicht vorstellen.

Und so stecken wir jetzt eigentlich ja mitten in diesen "Terrible two". Und ich finde mein Kind keinen Meter anstrengend.

Ich würde ihn um nichts in der Welt jemals hergeben wollen und ich genieße jeden Tag, den wir zusammen verbringen. Klar, es gibt mal so Momente, in denen ich die Augen rolle und genervt bin. Aber das habe ich mit jedem anderen Menschen genauso. Für den bin ich dann vielleicht nicht verantwortlich und kann einfach so weggehen. Aber so richtig die feine Englische ist das ja dann auch nicht, ne? Also bei einem Chef, Kunden oder auch meinem Partner würde ich das jetzt nicht unbedingt machen. Und dem Kind kann ich dann auch einfach mal ein Video einschalten oder ihn in den Kinderwagen setzen und rumfahren, damit ich den Kopf frei bekomme.

Vielleicht kommt die richtig anstrengende Zeit ja noch. Spätestens die Pubertät ist ja für alle Anwesenden kein Zuckerschlecken mehr... Und vielleicht haben wir mit dem Charakter unseres kleinen Raben auch echt richtig Glück und beim baby bat wird das alles anders.

Ich weiß es nicht.

Aber ich habe beschlossen, nicht mehr darüber zu grübeln, wann es wohl so richtig anstrengend wird, sondern stattdessen zu genießen wie es ist. Ändern kann ich es ja so oder so nicht. ;)

_______________________

*Ihr könnt euch ja nicht vorstellen, wie oft man im Kundenservice ein trotziges "Das akzeptiere ich nicht!" / "Ich will aber!" zu hören bekommt, wenn man Kunden mit Grenzen des Möglichen konfrontiert. Also mit Dingen, die wirklich nicht von den involvierten Akteuren geändert werden können. Wie Gesetze, an die man sich halten muss. Flüge, die gestrichen wurden. Hotels, die von den Behörden geschlossen wurden oder wegen Wasserrohrbrüchen und dergleichen kurzfristig unbewohnbar sind. Naturkatastrophen oder Wetter. Und wie oft dieses "Das akzeptiere ich nicht!" / "Ich will aber!" dann noch wiederholt wird. Trotz ruhiger und sachlicher Erklärung von verschiedenen Personen...